P e r s e v e r e   
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M u s i c


photos taken for a musical and visual project


The photos are my subjective interpretation of the texts.


In der Musik harre!

Tenor: Konrad Artur Cygal | Guitar: Jagoda Świdzińska 
Photos: Maciek Majczynski


1
The first part is based on musical pieces composed by Carl Maria von Weber.

1.
C. M von Weber - Die Zeit
Text: Josef Ludwig Stoll (1778 - 1815)

Es sitzt die Zeit im weissen Kleid
Und webt und singt und webt.
Sie sitzt über ein offenes Grab
Es rollen ihr lächelnd die Tränen herab.
Es sitzt die Zeit im weissen Kleid
Und webt und singt und webt.
So sitzt sie singend viel tausend Jahr
Und weint und lächelt
und webt immerdar.
.
2.
C. M von Weber - Laß mich schlummern, Herzlein – schweige
Text: August von Kotzebue (1761 - 1819)

Laß mich schlummern, Herzlein schweige,
sei nicht immer so laut, so wach,
horch, es säuselt durch die Zweige,
horch, es zwitschert im grünen Dach.

Liebe, Liebe zirpt die Grille,
Liebe zwitschert das Vögelein,
drum sei still, mein Herzlein, stille,
still, Sang der Liebe wiege dich ein.
​​​​​​​
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3.
C. M von Weber - Liebe-Glühen
Text: Friedrich Wilhelm Gubitz (1786 - 1870)

In der Berge Riesenschatten
Rasch enteilt dem Mondenlicht,
Sink ich auf bemooste Matten,
Doch die Ruhe naht mir nicht.
Still wird alles um mich her,
Nur mein Herz klopft laut und schwer.

Ob die Ströme mächtig rauschen,
Mir vertost der wüste Schall,
Denn die tiefsten Kräfte lauschen
Auf das Lied der Nachtigall.
Still die Tränen fließen schon,
Sterben lehrt der Zauberton.

Starren Fels hab’ ich unarmet,
In der Glut, die mich durchfliegt,
Ach, der kalte Stein erwarmet
Und die Macht der Pulse siegt.
Still, die Sehnsucht mehret sich
Und mein Leben tötet mich.

Reicht mir, Engel, eure Palme
Erde, schenke mir ein Grab,
Streife schnell wie Blütenhalme
Nur der Seele Fesseln ab!

Still schwebt dann der Friede her,
Und dies Herz wird liebeleer.
.
4.
C. M von Weber - Canzonetta

Heitere Tage, Mädchen, erfähret, wer sich der Plage Amors erwehret:
Amor betrüget, glaubet dem Wort.
Alles verspricht er,
aber nichts hält er.
Band er auch dichter, wird er nur kälter,
bis er entflieget, weg ist der Hort.
.
5.
C. M von Weber - Romanze: “Ein König”
Text: Ignaz Franz Castelli (1781 - 1862)

Ein König einst gefangen saß,
Von Wächtern und Feinden umrungen;
Wohl freuten sich die Herren baß,
Daß ihnen der Streich war gelungen.
Doch zagte der muthige König nicht,
Sein Auge ward nimmermehr trübe;
Er lachte den Feinden in's Angesicht,
Vertraute getrost auf die Liebe.

Ein Zufall führt das Mädchen hin
Zur Burg, wo der König versperret,
Er sah sie da vorüberzieh'n,
Schnell singt er, damit sie ihn höret:
"Ich kenne Dich, Mädchen im fremden Kleid,
Du kommst, mir zu brechen die Ketten?
Sey wachsam, denn nur durch Vorsichtigkeit
Gelingt es vielleicht, mich zu retten."

Das Mädchen hört des Königs Ton,
Erwiedert mit bangem Erbeben:
"Herr! allen Wächtern sprech' ich Hohn;
Für Euch wag ich mutig mein Leben."

Sie wagt es, sich nun der Burg zu nah'n,
Mit bittender, sanfter Geberde,
Sie klopfet und erwartet dann,
Ob man sie auch einlassen werde.
.
6.
C. M von Weber - An den Mond
Text: Georg von Reinbeck (1766 - 1849)

Sanftes Licht
Weiche nicht!
Leite des Geliebten Tritte
Her zu dieser stillen Hütte,
Wo an seines Mädchens Brust
Ihn erwartet Himmelslust.

Unbelauscht
Umgetauscht
Herz um Herz und Treu für Treue,
Fern von Neid und fern von Reue,
Wie in stolzer Säle Pracht
Für die Liebe friedlich wacht.

Kerzenschein
Ist nicht rein!
Nur in Deinem milden Strahle,
Schwelgt das Herz beim Göttermahle,
Das der Liebe Hand ihm beut,
Unbelauscht und unbereut
.
7.
C. M. von Weber - Bettlerlied

I und mein junges Weib
Können schön tanze
Sie mit dem Bettelsack
I mit dem Ranze
Schenkt mir a mal bayrisch ein
Woll’n a mal lustig sein
Bayrisch, bayrisch, bayrisch muss sein

Des Schulzens Mägdala
Thut mir gefalla
Sie heisset Gretala
Liebt mich vor alla
Schenkt mir a mal…

Hinterm Dorf, in den Sand
Bauern thun dröscha
Mädel hats Herz verbrannt
Henker mags löscha
Schenkt mir a mal…

Schlächter gehn auf das Land
Wollen was kaufa
Haben ’n Stock in der Hand
Müssen brav laufa
Schenkt mir a mal

Mein Weib geht in die Stadt
I bleib daraussa
Was sie erbettelt hat
Thu i versaufa
Schenkt mir a mal

.
8.
C. M. Weber- Wiegenlied
Text: Franz Karl Hiemer (1768 - 1822)

Schlaf, Herzenssöhnchen,
mein Liebling bist du,
schließe die blauen
Guckäugelein zu.
Alles ist ruhig,
ist still wie im Grab,
schlaf nur, ich wehre die Fliegen dir ab.

Jetzt noch, mein Püppchen,
ist goldene Zeit,
später, ach später ist's nimmer wie heut';
stellen erst Sorgen ums Lager sich her,
Herzchen, da schläft sich's so ruhig nicht mehr.

Engel vom Himmel, so lieblich wie du,
schweben um's Bettchen und lächeln dir zu.
Später zwar steigen sie auch noch herab,
aber sie trocknen nur Tränen dir ab.

Schlaf, Herzenssöhnchen, und kommt gleich die Nacht,
sitzt deine Mutter am Bettchen und wacht,
sei es so spät auch und sei es so früh,
Mutterlieb', Herzchen, entschlummert doch nie.

.
The second part is based on a collection of old Chinese poems. Musical pieces are composed by 
Benjamin Britten.


1.
B. Britten - The big chariot

Don’t help -- on the big chariot;
You will only make yourself dusty.
Don’t think about the sorrows of the world;
You will only make yourself wretched.

Don’t help -- on the big chariot;
You won’t be able to see for dust.
Don’t think about the sorrows of the world;
Or you will never escape from your despair.

Don’t help -- on the big chariot;
You’ll be stifled with dust.
Don’t think about the sorrows of the world;
You will only load yourself with care.



.
2.
B. Britten - The old lute

Of cord and cassia-wood
is the lute compounded;
Within it lie ancient melodies.
Ancient melodies weak and savourless,
Not appealing to present men’s taste.
Light and colour are faded
from the jade stops;
Dust has covered the rose-red strings.
Decay and ruin came to it long ago,
But the sound that is left
is still cold and clear.

I do not refuse to play it, if you want me to;
But even if I play people will not listen.
How did it come to be neglected so?
Because of the Ch’iang flute
and the zithern of Ch’in.

.
3.
B. Britten - The autumn wind

Autumn wind rises; white clouds fly.
Grass and trees wither; geese go south.
Orchids all in bloom; chrysanthemums smell sweet.
I think of my lovely lady; I never can forget.
Floating pagoda boat crosses Fen river;
Across the mid-stream white waves rise.
Flute and drum keep time to sound of rower's song;
Amidst revel and feasting sad thoughts come --
Youth's years how few, age how sure.

.
4.
B. Britten - The herd‑boy

In the southern village the boy who minds the ox
With his naked feet stands on the ox’s back.
Through the hole in his coat the river wind blows;
Through his broken hat the mountain rain pours.
On the long dyke he seemed to be far away;
In the narrow lane suddenly we were face to face.
The boy is home and the ox is back in its stall;
And a dark smoke oozes through the thatched roof.

.
5.
B. Britten - Depression

Turned to jade are the boy’s rosy cheeks;
To his sick temples the frost of winter clings.
Do not wonder that my body sinks to decay;
Though my limbs are old, my heart is older yet.

.
6.
B. Britten - Dance song

The unicorn’s hoofs! The unicorn’s hoofs!
The duke’s sons throng, the duke’s sons throng.
Alas for the unicorn! Alas for the unicorn!
Alas!

The unicorn’s brow! The unicorn’s brow!
The duke’s kinsmen throng.
The duke’s kinsmen throng.
Alas for the unicorn! Alas for the unicorn!
Alas!

The unicorn’s horn! The unicorn’s horn!
The unicorn’s horn!
The duke’s clans-men throng.
The duke’s clans-men throng.
Alas for the unicorn!
Alas!


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